Die richtige Wattstärke für Terrarienlampen ergibt sich aus 2 Angaben: der Tierart und dem Abstand zwischen Lampe und Sonnenplatz. Die Beckengröße bestimmt zusätzlich, wie viele Sonnenplätze nötig sind. Eine Terrarienbeleuchtung besteht aus 3 Ebenen. Die Grundbeleuchtung macht das Becken hell. Die Sonneninsel liefert Wärme, Licht und UV (ultraviolette Strahlung) an einem Punkt. Die UV-Versorgung richtet sich nach der Ferguson-Zone der Tierart. Die Lampenwahl läuft in 5 Schritten: Tierart einordnen, Zielwerte festlegen, Wattstufe über den Abstand wählen, Anzahl der Sonnenplätze bestimmen, Grundbeleuchtung ergänzen.
Die Praxiswerte in diesem Ratgeber stammen aus unseren Supportfällen.
Autor: Christian Keller. Geprüft vom Support von Terraristikshop. Stand: Juli 2026.
Inhaltsverzeichnis:
- Grundregel: Der Abstand bestimmt die Wattstufe
- Schritt 1: Tierart einordnen mit den Ferguson-Zonen
- Schritt 2: Zieltemperatur und UV-Wert je Tierart
- Schritt 3: Wattstufe über den Abstand wählen
- Schritt 4: Anzahl der Sonnenplätze je Beckengröße
- Schritt 5: Grundbeleuchtung ergänzen
- Häufige Fragen zur Wattstärke
- Passende Produkte und weiterführende Ratgeber
Grundregel: Der Abstand bestimmt die Wattstufe
Die Temperatur am Sonnenplatz regeln Sie über den Abstand zwischen Lampe und Tier, nicht über die Wattzahl allein. Eine 70-Watt-Lampe in 50 cm Abstand erzeugt weniger Wärme am Boden als eine 50-Watt-Lampe in 25 cm. Am Anfang jeder Lampenwahl steht deshalb eine Messung: der Abstand zwischen Lampe und Sonnenplatz im Terrarium.
Neben dem Abstand verschieben 2 weitere Größen das Ergebnis. Die Montage entscheidet mit: Eine Lampe über der Gaze erwärmt den Sonnenplatz spürbar schwächer als eine Lampe im Becken. Und die Sonneninsel hat feste Zielwerte: 50.000 bis 100.000 Lux Helligkeit und eine Temperatur von 30 bis 60 °C, je nach Tierart. Die Sonneninsel-Zielwerte stammen von der unabhängigen Fachseite licht-im-terrarium.de, deren Planungsseite zur Terrarienbeleuchtung die Grundlagen erklärt.
Der Sonnenplatz gehört immer in eine Beckenhälfte, die gegenüberliegende Seite bleibt schattig und deutlich kühler. Das Tier muss jederzeit zwischen Sonne und Schatten wählen können. Messen Sie deshalb auch die kühlste Stelle mit. Wird es am Sonnenplatz zu warm, vergrößern Sie den Abstand oder wechseln auf die kleinere Wattstufe. Ein Wattwechsel nach oben verlangt umgekehrt oft einen tieferen Sonnenplatz.
Das Gefälle nimmt Ihnen einen Teil der Rechenarbeit ab. Bei einer Metalldampflampe sinkt die UV-Intensität nicht nur mit dem Abstand, sondern auch vom Lichtfokus nach außen. Das Tier sucht sich seine Position selbst, wenn das Becken die Auswahl hergibt. Lucky Reptile bestätigt das für die Bright Sun: Die Lampen sind bewusst ohne UVB-Extremwerte ausgelegt, weil sie als Dauerbeleuchtung taugen sollen. Kritisch wird es erst bei einem zu kalten Becken, denn Wärme hat für Reptilien immer Vorrang. Dann sitzt das Tier dauerhaft im Lichtfokus, um überhaupt auf Temperatur zu kommen, und nimmt dabei zu viel UV auf. Die Ursache liegt in diesem Fall am Becken.
Schritt 1: Tierart einordnen mit den Ferguson-Zonen
Die Ferguson-Zonen teilen Reptilien nach ihrem Sonnungsverhalten in vier Gruppen ein. Die Zone bestimmt den Lampentyp: Zone 1 und 2 brauchen schwaches, flächiges UV aus Leuchtstoffröhren. Zone 3 und 4 brauchen einen fokussierten Sonnenplatz, hier aus einer Metalldampflampe wie der Bright Sun oder Solar Raptor. Arcadia sieht für Zone 3 und 4 auch T5-Röhren vor, etwa die D3+ Desert 12 % und die D3+ Dragon 14 % für Bartagamen. Die Einteilung stammt aus Feldstudien von Professor Gary Ferguson (2002 bis 2008), gemessen direkt am Fundort der Tiere.
| Zone | Sonnungsverhalten | UV-Index Sonnenplatz (max.) | Lampentyp |
|---|---|---|---|
| 1 | Nacht- und dämmerungsaktiv, Schatten | 0,6 bis 1,4 | UVB-Röhre, schwach |
| 2 | Gelegentlich sonnend, Halbschatten | 1,1 bis 3,0 | UVB-Röhre (T5), flächig |
| 3 | Halbschatten-Sonner | 2,9 bis 7,4 | Metalldampflampe (HID), laut Arcadia auch T5-Röhre |
| 4 | Sonnenanbeter | 4,5 bis 9,5 | Metalldampflampe (HID), laut Arcadia auch T5-Röhre |
Der UV-Index ist der Messwert eines Solarmeter 6.5. Setzen Sie den Sonnenplatz eher am unteren Rand des Zonen-Maximums an. Die Details zu allen vier Zonen erklärt licht-im-terrarium.de auf der Ferguson-Zonen-Seite.
Schritt 2: Zieltemperatur und UV-Wert je Tierart
Jede Tierart hat einen belegten Zielwert für Temperatur und UV am Sonnenplatz. Die Temperatur gilt an der Oberfläche des Sonnenplatzes, bei der Bartagame in Rückenhöhe des Tieres:
| Tierart | Ferguson-Zone | Sonnenplatz-Temperatur | Ziel-UV-Index am Sonnenplatz |
|---|---|---|---|
| Bartagame | 3 bis 4 | 42 bis 45 °C | 3,0 bis 4,5 |
| Griechische Landschildkröte | 3 | 38 bis 40 °C | ca. 4,5 |
| Grüner Leguan | nicht in der Baines-Liste | 35 bis 38 °C | keine Angabe |
| Wasserschildkröte (Schmuckschildkröte) | 3 bis 4 | 29 bis 35 °C (Landteil) | 4,0 bis 4,5 |
| Königspython | 2 | 30 bis 35 °C (Wärmestein) | 1,0 bis 3,0 |
| Pantherchamäleon | 3 | lokal bis 40 °C | 3,0 bis 5,0 |
| Jemenchamäleon | 3 | 35 bis 40 °C | 3,0 bis 5,0 |
| Leopardgecko | 1 | 34 bis 36 °C | 0,5 bis 1,4 |
| Kronengecko | 1 | tagsüber 25 bis 28 °C, lokale Wärmeplätze bis 35 °C, nachts 23 bis 25 °C | bis ca. 1,4 |
Zu starke Strahler verursachen Verbrennungen. licht-im-terrarium.de dokumentiert schwere Verletzungen bei Chamäleons durch fokussierte Lampen.
Dazu kommt eine Messfalle: Ein Messwert direkt unter der Lampenmitte überschätzt die Dosis am Tier. In einem auf licht-im-terrarium.de dokumentierten Fall zeigte die Punktmessung bei einem Gecko UV-Index 6, über den Körper gemittelt kamen nur 4 an. Der Sonnenplatz muss das ganze Tier ausleuchten.
Die Zielwerte sind Orientierung, kein Automatismus. Lucky Reptile ordnet das so ein: Im selben Lebensraum wie ein Leopardgecko mit UV-Index 1,4 lebt ein Dornschwanz, für den UV-Index 8 in Ordnung wäre. Die Sonne ist dieselbe, die Lebensweise unterscheidet sich. Beobachten Sie deshalb, wo sich Ihr Tier tatsächlich aufhält, und justieren Sie danach nach.
Die Zonenzuordnung der Tierarten folgt licht-im-terrarium.de, das die Artenlisten aus den Ferguson-Feldstudien und aus der Auswertung von Frances Baines (2016) für über 250 Reptilien- und Amphibienarten aufbereitet. Die Temperaturwerte für Pantherchamäleon und Kronengecko stammen aus dem Exotenflyer der Landestierschutzbeauftragten Brandenburg. Der Temperaturwert für das Jemenchamäleon stammt aus Baines et al. (2016). Die übrigen Temperaturwerte stammen aus den Herstellerangaben von Lucky Reptile und aus unserer Support-Praxis.
Schritt 3: Wattstufe über den Abstand wählen
Für die Wattwahl zählt der Lampenabstand zum Sonnenplatz. Für die Solar Raptor gibt es keine Abstandswerte. Messen Sie den Abstand mit Thermometer und UV-Messgerät ein und stimmen ihn auf die gehaltene Art ab. Die Zielwerte je Art stehen in Schritt 2, die Ferguson-Zonen nach Baines et al. (2016) in Schritt 1. Für die Bright Sun zeigen die Tabellen die Temperatur am Sonnenplatz je Abstand laut Verpackung von Lucky Reptile, für UV Desert 35 W, 50 W, 70 W, 100 W und ULTRA Desert 150 W. Abstände unter dem Mindestabstand sind unzulässig. Für 42 bis 45 °C braucht die 35 W rund 22 bis 25 cm Abstand. Die Werte:
| Abstand | Desert 35 W |
|---|---|
| 20 cm | 47 °C |
| 30 cm | 37 °C |
| 40 cm | 31 °C |
| Abstand | Desert 50 W | Desert 70 W |
|---|---|---|
| 20 cm | 50 °C | unzulässig, Mindestabstand 30 cm |
| 30 cm | 39 °C | 44 °C |
| 40 cm | 32 °C | 37 °C |
| 50 cm | 29 °C | 33 °C |
| Abstand | Desert 100 W | ULTRA Desert 150 W |
|---|---|---|
| 30 cm | unzulässig, Mindestabstand 40 cm | unzulässig, Mindestabstand 50 cm |
| 40 cm | 46 °C | unzulässig, Mindestabstand 50 cm |
| 50 cm | 37 °C | 50 °C |
| 60 cm | 33 °C | keine Angabe |
| 70 cm | keine Angabe | 41 °C |
| 90 cm | keine Angabe | 35 °C |
Metalldampflampen wärmen vor allem den Fokuspunkt, weniger den Raum. In kleinen oder geschlossenen Becken staut sich die Wärme trotzdem. Prüfen Sie deshalb auch die Gesamt- und die Kühlzonen-Temperatur, gerade an heißen Sommertagen. Regelbare Wärmequellen wie Halogenstrahler sichern Sie über ein Thermostat ab. Dazu kommen feste Grenzen aus der Lucky-Reptile-Anleitung:
| Lampe | Mindestabstand zum Tier |
|---|---|
| Bright Sun UV Desert 35 W | 15 cm |
| Bright Sun UV Desert 50 W | 20 cm |
| Bright Sun UV Desert 70 W | 30 cm |
| Bright Sun FLOOD Desert 70 W | 20 cm |
| Bright Sun UV Desert 100 W | 40 cm |
| Bright Sun ULTRA Desert 150 W | 50 cm |
| Bright Sun UV Jungle 35 W | 15 cm |
| Bright Sun UV Jungle 50 W | 20 cm |
| Bright Sun UV Jungle 70 W | 30 cm |
| Bright Sun FLOOD Jungle 70 W | 20 cm |
| Bright Sun FLOOD Jungle 150 W | 35 cm |
| Bright Sun UV Turtle 100 W | 35 cm |
Der optimale Abstand liegt laut aktueller Anleitung von Lucky Reptile bei 25 bis 40 cm (50 W) beziehungsweise 30 bis 45 cm (70 W).
So lesen Sie die Watt-Tabellen: Messen Sie den geplanten Abstand von der Lampe zum Sonnenplatz. Suchen Sie die Zeile mit diesem Abstand und die Spalte, deren Temperatur zum Zielwert Ihrer Tierart aus Schritt 2 passt. Ein Beispiel: Die Bartagame braucht am Sonnenplatz 42 bis 45 °C. Die Desert 100 W erreicht laut Verpackung bei 40 cm 46 °C und bei 50 cm 37 °C, also wählen Sie rund 40 bis 45 cm Abstand bis zum Rücken des Tieres. Als optimalen Abstand nennt Lucky Reptile für die Desert 100 W 40 bis 60 cm. Liegt der Rücken des Tieres auf dem Sonnenplatz mehr als 60 cm unter der Lampe, nehmen Sie die Bright Sun ULTRA Desert 150 W (Mindestabstand 50 cm, optimal 50 bis 100 cm) und messen Temperatur und UV am Sonnenplatz nach. Desert-Lampen sind laut Lucky Reptile für Wüsten- und Steppenbewohner gedacht, für Chamäleons gibt es die Jungle-Reihe, zu hohen Chamäleon-Terrarien berät der Support. Kontrollieren Sie das Ergebnis mit dem Thermometer am Sonnenplatz und beim UV-Wert mit einem UV-Index-Messgerät.
Schritt 4: Anzahl der Sonnenplätze je Beckengröße
Ein Sonnenplatz pro Tier ist das Minimum, große Becken brauchen 2 oder mehr Sonnenplätze. Die folgenden Praxiswerte stammen aus wiederkehrenden Fällen in unserem Support und sind Erfahrungswerte, keine Normen:
| Situation | Praxisempfehlung aus dem Support |
|---|---|
| Bartagame, 150 × 80 × 80 cm | 2 bis 3 × Bright Sun Desert 50 W nur, wenn der Rücken des Tieres auf dem erhöhten Sonnenplatz rund 25 cm unter der Lampe liegt, sonst Desert 70 W bei rund 30 cm, dazu Grundlicht über die volle Länge |
| Bartagame, großes hohes Becken (180 × 80 × 130 cm) | ca. 4 Sonnenplätze mit gemischten Stufen, z. B. 1 × 100 W, 2 × 70 W, 1 × 50 W |
| Chamäleon, hohes Becken (ab 120 cm Höhe) | mind. 2 Strahler, wegen des großen Abstands meist 150 W. Temperatur messen und Äste so führen, dass das Tier nicht bis unter die Lampe klettern kann |
| Wasserschildkröte | Bright Sun Turtle 100 W oder Set Turtle 70 W (mit UV Jungle 70 W) über dem Landteil. Die Turtle 100 W liefert laut Lucky Reptile im empfohlenen Abstand mehr Wärme als die übrigen Bright Sun, weil Wasserschildkrötenbecken in der Regel oben offen sind und mehr Wärme verlieren |
| Grüner Leguan | Mehrere HID-Strahler kombiniert, aus der Jungle-Reihe für Waldbewohner, etwa Bright Sun FLOOD Jungle 70 W plus UV Jungle 70 W |
| Königspython | Halogen-Wärmepunkt über einem Stein, UV optional schwach und flächig |
| Leopardgecko | Zone-1-Tier: Röhre mit UV-Anteil als Grundlicht plus Halogen 50 bis 75 W als Sonnenplatz. Das ist auch die Lucky-Reptile-Empfehlung, eine Bright Sun ist laut Hersteller „eher schon zu viel des Guten“. Falls doch: Desert, großer Abstand, max. UV-Index 1,4 per UV-Index-Messgerät |
| Kronengecko | Der Kronengecko braucht laut Exotenflyer Brandenburg tagsüber 25 bis 28 °C, lokale Wärmeplätze bis 35 °C und nachts 23 bis 25 °C. Grundlicht aus LED oder schwacher T5-Röhre reicht. Lucky Reptile hält eine Jungle 35 W bei hohen Becken ab etwa 45 × 45 × 60 cm für möglich, wenn die Lampe außen auf der Gaze sitzt und die Abwärme nach oben entweicht. In flachen oder geschlossenen Becken gehört keine Metalldampflampe hinein. Prüfen Sie in jedem Fall mit dem Thermometer, dass diese Werte eingehalten werden. Fehlt Grundwärme, hilft eine leichte Bodenheizung |
Für jede Lampenwahl mit Metalldampflampe gelten 3 feste Regeln. Jede Metalldampflampe braucht ihr eigenes EVG (elektronisches Vorschaltgerät) in exakt gleicher Wattstufe. Flood-Versionen strahlen breiter und wärmen schwächer, Spots bündeln eng und stark. Und die Variante muss zur Tierart passen:
| Variante | Laut Lucky Reptile | Einsatz |
|---|---|---|
| Desert | weißliches Licht mit hoher UVA-Leistung für offene Landschaften wie Wüsten oder Steppen | Wüstenbewohner, Zone 3 und 4 |
| Jungle | wärmeres Licht, UV-Werte dem Biotop entsprechend etwas geringer | Wald- und Regenwaldarten |
| Turtle | höhere Wärmeleistung für oben offene Becken | feuchte Becken, Wasserschildkröten |
Starten Sie im Zweifel mit der kleineren Stufe und tasten Sie sich heran. UV-Prozentangaben geben laut Lucky Reptile praktisch keine nützlichen Informationen, ob die Lampe wirklich für Reptilien geeignet ist, weil Leistung und bestrahlte Fläche nicht berücksichtigt werden. Zudem betont Lucky Reptile auf Nachfrage: Eine pauschale Watt-Aussage je Tierart ist unmöglich, denn Raumtemperatur, Terrarienmaterial, Montageart und Lüftungsfläche entscheiden mit. Schicken Sie im Zweifel ein Foto des Terrariums mit Maßen und vorhandener Technik an unseren Support.
Schritt 5: Grundbeleuchtung ergänzen
Die Sonneninsel ersetzt keine Grundbeleuchtung. Als Faustregel gelten 5.000 bis 10.000 Lumen pro m² Terrarienfläche, damit das Becken außerhalb des Sonnenplatzes taghell wird. Ein Rechenbeispiel von licht-im-terrarium.de: Ein Becken mit 1,20 m × 0,70 m hat 0,84 m². Es braucht 4.200 bis 8.400 Lumen, 2 T8-Röhren mit zusammen 6.400 Lumen decken das ab.
LED-Leisten und T5-Röhren übernehmen diese Aufgabe, liefern aber kein UVB und keine nennenswerte Wärme. Reptilien verknüpfen Wärme mit Licht. Den Tagesgang bildet deshalb diese Kombination am besten nach: helle Grundbeleuchtung, eine Metalldampflampe als Sonneninsel und bei Bedarf ein Halogenstrahler als zweiter Wärmepunkt. Lucky Reptile nennt genau das als Idealfall: ein Becken, das groß genug für die Metalldampflampe und eine zweite Sonneninsel nur aus Halogen ist, dazu klar getrennte Temperaturbereiche. Halogenstrahler wandeln 70 bis 90 % ihrer Leistung in Wärmestrahlung um und ergänzen die Metalldampflampe, wenn Wärme fehlt.
Häufige Fragen zur Wattstärke im Terrarium
Reichen 35 Watt für mein Terrarium?
35 W passen bei kleinen Becken mit 20 bis 25 cm Abstand zwischen Lampe und Sonnenplatz. Bei einem Terrarium ab 60 cm Höhe kommt am Boden meist zu wenig Wärme an, dann sind 50 oder 70 W die bessere Wahl.
Bright Sun mit 50 oder 70 Watt: Was ist richtig?
Der Abstand entscheidet. Für 42 bis 45 °C am Sonnenplatz reicht die 50 W bis rund 25 cm Abstand, die 70 W bis rund 30 cm, bei rund 40 bis 45 cm braucht es die 100 W. Beim Umstieg auf 70 W gilt ein Mindestabstand von 30 cm zum Tier.
Welche Wattstärke braucht eine Schildkröte?
Griechische Landschildkröten gehören laut TVT in eine Freianlage mit Frühbeet oder Gewächshaus. Ziel sind 38 bis 40 °C und ein UV-Index um 4,5 am Sonnenplatz. Wasserschildkröten bekommen die Bright Sun Turtle 100 W oder das Set Turtle 70 W (mit UV Jungle 70 W) über dem Landteil.
Brauche ich neben der UV-Lampe eine zusätzliche Wärmelampe?
Oft ja. Eine Metalldampflampe wärmt nur den Fokuspunkt und hebt die Lufttemperatur kaum an. Reicht die Wärme nicht, liefert ein Halogenstrahler den zweiten Wärmepunkt. Er kostet weniger als ein zweites HID-Set.
Kann ich die Wattzahl am Vorschaltgerät umstellen?
Nur bei umschaltbaren Geräten wie dem Bright Control Pro III (35/50/70 W). Die eingestellte Stufe muss immer exakt zur Lampe passen, und ein EVG betreibt immer nur eine Lampe.
Wie oft muss ich die UV-Lampe tauschen?
Metalldampflampen wie die Bright Sun tauschen Sie nach 6 bis 8 Monaten, T5-Röhren nach 9 bis 12 Monaten, T8-Röhren und Mischlicht nach 6 Monaten. Laut Lucky Reptile liegt die UV-Leistung der Bright Sun nach rund 3.500 Betriebsstunden nur noch bei etwa 50 %. Lucky Reptile empfiehlt den Tausch bei 8 Stunden täglich nach einem Jahr; unsere 6 bis 8 Monate für lange Brennzeiten sind strenger. Spätestens nach 12 Monaten gehört sie in jedem Fall ausgetauscht. Für Arten der Ferguson-Zonen 3 und 4 halten Baines et al. (2016) am Sonnenplatz einen UV-Index von 3,0 bis 5,0 für passend. Wer ein UV-Index-Messgerät besitzt, misst am Sonnenplatz nach dem Einbau und später im gleichen Abstand erneut. Fällt der Wert bei diesen Arten unter 3,0, ist die Lampe fällig.
Wann braucht ein Terrarium 100 oder 150 Watt?
Die großen Klassen gehören in sehr hohe oder sehr große Becken, etwa Chamäleon-Terrarien ab 120 cm Höhe oder Großterrarien mit Leguanen. Für diese Sonderfälle beraten wir Sie am besten direkt, denn hier zählen Abstand, Belüftung und Tierart im Detail.
Kann eine Bright Sun mein Tier mit UV überdosieren?
Lucky Reptile sind solche Fälle bei der Bright Sun nicht bekannt, die Lampen sind ohne UVB-Extremwerte ausgelegt. Das Risiko entsteht bei einem zu kalten Becken: Dann sitzt das Tier dauerhaft im Lichtfokus, um Wärme zu bekommen. Sorgen Sie deshalb für ausreichend Grundwärme und ein echtes Temperaturgefälle.
Wie kontrolliere ich Temperatur und UV-Wert am Sonnenplatz?
Die Temperatur am Sonnenplatz prüft ein Thermometer an der Oberfläche, den UV-Wert ein UV-Index-Messgerät. Kontrollieren Sie beide Werte nach dem Einbau und nach jedem Lampenwechsel.
Passende Produkte und weiterführende Ratgeber
Metalldampflampen, Vorschaltgeräte und Fassungen finden Sie in den Kategorien Lucky Reptile Bright Sun & Bright Control und Solar Raptor Beleuchtung von Econlux. Die Grundlagen erklärt der Ratgeber Die 3 Grundprinzipien guter Terrarienbeleuchtung. Zündet Ihre neue Lampe nicht, hilft die Fehlersuche für Bright Sun und Solar Raptor in 4 Schritten.
Bleiben Fragen zur Wattstärke offen, schreiben Sie unserem Support. Nennen Sie Tierart, Beckenmaße und den Abstand zwischen Lampe und Sonnenplatz, und Sie erhalten eine konkrete Empfehlung.